Das Leben und Werk von Ernst Ehlers

Biografie

Ernst Heinrich Ehlers ( 11. November 1835. – 31. December 1925 ) war ein deutscher Zoologe geboren in Lüneburg. Er studierte Medizin und Naturwissenschaften an der Universität Göttingen und promovierte 1861. Hier wurde er von Rudolf Wagner (1805–1864) und Wilhelm Moritz Keferstein (1833–1870) beeinflusst. 1869 wurde er ordentlicher Professor für Zoologie, vergleichende Anatomie und Veterinärmedizin an der Universität Erlangen. Von 1874 bis 1919 war er Professor für Zoologie und vergleichende Anatomie in Göttingen. 1890 war er einer der Gründer der Deutschen Zoologischen Gesellschaft. Seine Leistungen sind vielfältig, aber die größte ist die Forschung, die er an Polychaeten durchgeführt hat, und er beschrieb viele dieser Arten, die für die Wissenschaft neu waren. Die Polychaetengattung Ehlersia aus der Familie Syllidae ist nach ihm benannt. zeichnete sich aus durch einen offenen Sinn für Struktur und Ordnung, für Form und Formwandel. Seine wissenschaftliche Arbeit wurde beherrscht durch die Achtung vor dem Objekt und durch unbestechliche, selbständige Beobachtung. Er war ein hervorragender Lehrer, ein Mehrer unserer grundlegenden Kenntnisse über den Bau und die Verwandtschaftsverhältnisse der Tiere sowie ein Mitbegründer der heutigen akademischen Zoologie. Von 1875 bis zu seinem Tode hat er die Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie herausgegeben. Er gehörte (1890) zu den Gründern der „Deutschen Zoologischen Gesellschaft“ und schuf (1873-78), aufbauend auf dem Erbe Blumenbachs, das Göttinger Institutsmuseum. Bürgerliche Unabhängigkeit und Wohlhabenheit gestatteten ihm auch die Entfaltung individueller Interessen, die sich in die Gebiete der Anthropologie, Ethnographie und Vorgeschichte erstreckten und ihn gleich seinem Gefährten, dem Verleger Wilhelm Engelmann, zu einem Freund der Kunst, zum Kunstsammler und Kunsthistoriker machten. Seine früheren Arbeiten befassen sich vornehmlich mit „niederen“ Meerestieren aller Art und mit Nematoden. Auffallend ist das Fehlen der Arthropoden. Dazu kommen Arbeiten über Haie, Lungenfische, Menschenaffen und das seltsame Schuppentier, über Schwämme, Siphonophoren, Bryozoen, Tunicaten. Am bekanntesten sind seine Gephyreen- und Entoproctenstudien geworden. Allmählich konzentrieren sich seine zum Teil umfangreichen Veröffentlichungen auf die Gruppe, die er Jahrzehnte hindurch als internationale Autorität bearbeitet hat, die Polychaeten, rezente und fossile. Bis ins hohe Alter verfaßte er Arbeiten über Polychaeten und 2 kunsthistorische Abhandlungen, von denen die „Bemerkungen zu den Tierabbildungen im Gebetbuch des Kaisers Maximilian“ auch ein besonderes zoologisches Interesse besitzen. Leider hat er nie geheiratet, aber wie er selbst sagte, hatte seine Arbeit oberste Priorität. Er hat sich der Erforschung und Entwicklung verschiedener Tierarten verschrieben. Seine Liebe für die Umwelt, die uns umgibt, war sehr bewundernswert. Er war einer der größten Wissenschaftler seiner Zeit.